Zwischenbericht zum Wegzug 2006

Die diesjährige Wegzugsaison lief etwas schleppend an. Das lag nicht zuletzt an den Beobachtern, die in der Sahara-Hitze des Juli 2006 an schattigen Plätzen ihr WM-Fieber zu kurieren versuchten. Wer sich doch einmal aufraffte, konnte am azzurro-blauen Himmel nicht viel entdecken. Erst der wechselhafte und um einiges kühlere August brachte den Zug langsam in Gang. Ab Ende Juli konnte starker Mauersegler– und Schwalbenzug registriert werden, wie 5000 ziehende Segler in einer Woche am Göttinger Kiessee und mindestens 3000 Rauchschwalben am Schlafplatz am Seeburger See recht eindrucksvoll belegen. Der Limikolenzug machte sich im Seeanger bislang ohne nennenswerte Besonderheiten bemerkbar. Bis Anfang September wurden nur einzelne adulte Alpen– und Sichelstrandläufer Zwischenbericht zum Wegzug 2006 weiterlesen

Die Heimzugsaison im Frühjahr 2006

Der vergangene Winter ließ sich nicht lumpen: Zugefrorene Stillgewässer bis in den April und verhältnismäßig niedrige Temperaturen bis weit in den Mai sorgten dafür, dass Frühlingsgefühle der ornithologischen Art lange Zeit nicht so recht aufkommen wollten. Dafür gestaltete sich die Heimzugsaison recht turbulent. Der Frühling 2006 (April bis Mai) verlief nicht nur meteorologisch betrachtet äußerst abwechslungsreich. Erstmals seit Jahren konnte im Leinepolder wieder ein Seidenreiher nachgewiesen werden. Die Art ist – obwohl in anderen Regionen Deutschlands vermehrt festgestellt – in Südniedersachsen eine echte Seltenheit. Alljährlich werden bei uns hingegen Nachtreiher beobachtet, und zwar zumeist am Seeburger See. Auch in diesem Frühjahr besuchten zwei Individuen dieser südeuropäischen Art das Die Heimzugsaison im Frühjahr 2006 weiterlesen